Kindersitzung 2012

Wer hätte auch gedacht, dass sich Mädchen schminken?

HMV-Kindersitzung zeigt die volle Bandbreite der erfolgreichen Nachwuchsarbeit

 

Mit einer zweistündigen Show aus viel Musik, Tanz und gesprochenen Vorträgen feierte am Sonntag der Nachwuchs des Humor-Musik-Vereins „Edelweiß“ Fastnacht und unterhielt die Besucher im Hochstädter Bürgerhaus. Es war ein Nachmittag, der wieder einmal die volle Bandbreite der HMV-Nachwuchsarbeit erkennen ließ.

 Pünktlich um 15 Uhr öffneten sich die Türen des Hochstädter Bürgerhauses und die Majorettesgruppen, der Elferrat und die beiden Sitzungspräsidenten zogen in den voll besetzten Saal ein. Laura Waider und Shawn McIntosh, die beiden Sitzungspräsidenten begrüßten die vielen Kinder und Erwachsenen zur diesjährigen HMV-Kindersitzung und führten danach anschließende souverän und mit Witz durch das Programm, das wie immer unter dem Titel „Von Kindern für Kinder“ stand. Unterstützt wurden sie dabei durch den Elferrat, der diesmal aus Tim Ott, Tom Hegenbart, Diego Alvarez-Krapf, Jakob Röll, Benedikt Schmitt, Nico Neumüller, Enrique Rodriguez und Marcel Rodriguez bestand.

Nach der Begrüßung stand als Erstes der Gemeinschaftstanz aller Majorettesgruppen auf dem Programm. Über 40 Majorettes im Alter von 4 bis 25 Jahren standen gemeinsam auf der Bühne und gaben ein tolles Bild ab.

Anschließend stürmten die neuformierten Midi-Majorettes die Bühne. Rebecca Heckl, Verena Huhn, Natalia Markiewicz, Sophia Palermo, Marie Roseboom, Kornelia Markiewicz, Anna-Maria Altomare, Chiara Altomare, Lara Fischer, Viktoria Heckl, Christina Heß tanzten zu Lieder aus „Camp Rock“ und „Highschool Musical“ und hatten gemeinsam mit ihren Trainerinnen Jessica Ihl und Franziska Meyer einen tollen Tanz einstudiert für den sie das Publikum mit viel Applaus belohnte.

Dann war der Auftritt der Kleinsten an der Reihe. Die HMV-Zwerge waren wie immer sehr süß anzuschauen. Sie tanzten zu dem Mini-Disco-Lied „Mein bester Freund“. Klar, dass das Publikum Nadira Huhn, Shannon McIntosh, Luana Moriel, Niklas Eibelshäuser, Daniel Krapf-Alvarez, Enrico Rülke, Mia Blumenstein nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen. Trainiert wurde der Nachwuchs von Simone Rülke und Daniela Moriell.

Auf eine Zeitreise luden Michelle van der Stap, Rebecca Heckl, Johanna Röll, Sophia Palermo, Julien Klyn, Jakob Röll ein. Eine Zeitmaschine, die auf der Hartig gefunden wurde, brachte sie zu den Wikingern. Doch dort gefiel es den beiden Schülerinnen Michelle und Johanna nicht wirklich gut. Alles war so anders als bei ihnen so Hause: Sie mussten mit Stöcken kämpfen (was bei den beiden eher nach einem Majorettes-Tanz aussah) und statt einen Burger von McDonalds gab es Wildschwein zu essen. Zum Glück kam wenigstens der Pizzaservice vorbei. So aufregend, wie sie sich das gedacht hatten, war es in der Wikingerzeit jedoch nicht, so nahmen die Mädchen die Wikinger kurzerhand mit in ihre Zeit. Wie der Zufall wollte, landeten sie auf der Kindersitzung der Humoristen, wo es den Wikingern dann sehr gut gefiel. Die „Zeitreise“ wurde einstudiert von Dagmar Klyn und Betty van der Stap einstudiert.

Vor der Pause sorgten die HMV-Kids Lara Fischer, Sophia Palermo und Tim Wicke für Partystimmung im Bürgerhaus. Sie sangen das Lied von der kleinen Fliege und animierten die Gäste zum Mitmachen. Die HMV-Kids waren es auch, die die zweite Hälfte eröffneten. Mit dem Lied „Die bunte Kuh“ holten sie die Gäste nach der Pause zurück auf ihre Plätze.

Danach konnten Laura Waider und Shawn McIntosh gleich zwei Kinderprinzenpaare auf der Bühne begrüßen: Prinz Tim I und Prinzessin Viola II.  aus Hochstadt und Prinzessin Angelina I. und Prinz Ingo II. aus Dörnigheim waren zu Gast bei den Junghumoristen. Beide Kinderprinzenpaare begrüßten das Publikum mit einer launigen Rede. Begrüßt werden konnte auch das große Hochstädter Prinzenpaar, dass den Weg ins Bürgerhaus gefunden hatte. Nachdem alle wieder ihre Plätze eingenommmen hatten, ging es weiter im Programm.

Die Maxi-Majorettes, die von Susi Meyer trainiert werden, tanzten zu Songs von Lady Gaga und Glee.  Franziska Schmitt, Anika Waider, Lisa Schuster, Julia Reinhold, Rebecca Hensel, Michelle van der Stab, Johanna Röll, Katharina Heß zeigten in wunderschönen Kostümen als „Schoolgirls“ ihr Können mit dem Baton. Dafür wurden sie mit viel Applaus vom Publikum belohnt.

Eine große Gruppe von Vortragenden aus dem Nachwuchsbereich wechselte in diesem Jahr auf die Erwachsenen-Sitzung. Doch die neuen Talente für die Kindersitzung sind schon in Sichtweite: Viktoria Heckl lud ihre Freundinnen Nadira Huhn, Victoria Heckl, Alana McIntosh und Shannon McIntosh zu einer „Übernachtungsparty“ ein. Wer hätte gedacht, dass dabei so viel passieren kann. Was genau, das fragten sich Enrico Rülke und Mirko Schneider, die sich kurzerhand bei den Mädchen einschlichen und sich mit Morgenmänteln und Perücken verkleideten, um nicht erkannt zu werden. Den Mädchen stellten sie sich als neue Nachbarinnen vor. Und den beiden blieb auch wirklich nichts erspart: Nägel lackieren, Haare frisieren und Schminken – alles das mussten sie über sich ergehen lassen. Doch letztendlich wurden sie natürlich enttarnt und ergriffen schnell die Flucht. Bei diesem Stück kam das Publikum aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, das zudem das sehr junge Alter der Aktiven honorierte, die sich mit ersten Sprechrollen auf die Bühne trauten. Besonders großen Applaus bekam die zwölfjährige Rebecca Heckl, die den Text des Stücks ganz alleine geschrieben hatte und die „Übernachtungsparty“ gemeinsam mit Martina Heckl und Gaby Huhn einstudiert hatte – „von Kindern für Kinder“ im besten Sinne, so wie es bei den Humoristen mittlerweile schon Tradition ist.

Cool, cooler, coole Jungs: Wenn Tim Wicke, Tom Hegenbarth, Jakob Röll, Shawn McIntosh, Mirko Schneider, Marcel Rodriguez, Enrique Rodriguez, Diego Krapf Alvarez, Leon Benedetti, Tim Ott die Bühne stürmen, hält es niemanden auf den Plätzen. Dieses Jahr begeisterten sie mit „We no speak Americanos“. In Schwarz mit Hut und mit lilafarbener Krawatte rockten sie die Bühne – auch Breakdance-Einlagen bauten sie ein. Danach waren die Zugabe-Rufe nicht zu überhören, das Publikum stand im Saal. Die beiden Trainerinnen Eileen McIntosh und Simone Rülke waren zurecht stolz auf ihre Tänzer.

Nachdem die Älteren schon auf der Bühne standen, war nun die jüngste Majorettesgruppe an der Reihe. Die Mini-Majorettes Marina Fischer, Svenja Sachse, Leonie Haßler, Nadira Huhn, Vivien Barth, Lena Wicke, Shannon McIntosh, Alana McIntosh und Ida Tosic tanzten zu „Wir sind wieder hier“.  Bemerkenswert ist, wie gut die Mädchen schon den Baton drehen können, zumal die jüngste erst vier Jahre alt ist. Für ihren Auftritt bekamen sie viel Applaus und auch die Trainerinnen Manuela Fischer, Jessica Sachse und Andrea Schmitt sah man an, dass sie sehr stolz auf ihre Mädels waren. Leider nicht dabei sein konnte Charlotte Henkel, die wegen Krankheit ausfiel. Wir wünschen ihr an dieser Stelle gute Besserung.

Seit mehr als 25 Jahren sind sie fester Bestandteil der HMV-Kindersitzung: die Clowns. Dieses Mal sollte Peppa (Frankziska Schmitt) ein neues Lied für den bekannten Musiker Rolf Zuckowski schreiben. Nur hatte sie leider überhaupt keine Idee. Zusammen mit Peppinchen (Laura Waider) stöberte sie deshalb in ihrer Erinnerungskiste, um eine Idee zu bekommen. Doch auch diese Idee führte zu keinem Ergebnis. Letztendlich beschlossen die beiden, Rolf Zuckowski einfach auf die Kindersitzung einzuladen, damit er sich dort Anregungen holen könnte. So lange wollten sie einfach mit dem weitermachen, was sie wirklich gut könnten: Fasching.

Zum Schluss sangen noch einmal die HMV-Kids, die alle Lieder gemeinsam mit ihrer Trainerin Manuela Fischer einstudiert hatten. Beim Kinder-HMV-Lied „Wir sind Kinder“ kamen noch einmal die aktiven Kinder hoch auf die Bühne und ließen sich feiern. Dann verabschiedeten sie sich mit einer großen Polonäse.

Der HMV kann auf eine kurzweilige Kindersitzung zurückblicken und braucht sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen: Der Nachwuchs ist da. Ein Dank geht an dieser Stelle noch einmal an alle Helferinnen und Helfer, die geholfen haben, eine tolle Kindersitzung auf die Beine zu stellen.